fünfter Tag

“Eigeninitiative”

heute ist ein besonderer Tag. Eigentlich war heute ein Besuch in Niko geplant. Dort wollten wir uns verschiedenste Tempel anschauen. Dann anschließend in ein OnZen (Badehaus). Leider musste heute ein Gruppenmitglied zum Arzt wegen seines Fusses. Es hatte sich dort gezeigt, das sich seine Entzündung bereits bis zur Hüfte erstreckt. Unser Reiseleiter hatte entsprechend entschieden, Vorort zu bleiben, um ihn im Krankenhaus betreuen zu können. Für uns hieß das selbst aktiv werden.

“Der Plan”

Also haben wir uns erstmal organisiert. Ein Teil unserer Gruppe hat sich für zusätzliches Training im Honbo dojo entschieden, ein anderer Teil für Erkundung der Insel 😊. Irgendwie schien Schlatt auch etwas nervös oder besorgt zu sein, das wir nun allein im fremden Japan unterwegs sein werden. Ändert alles im Lot…! Wir regeln das schon. Und so haben gemeinsam beschlossen den Fuji zu besuchen.

Das Streckennetz der japanischen Rail ist nicht ganz so trivial – zumindest nicht auf den ersten Blick. Also haben wir uns mal im planen der Strecke versucht. Schlatt hast versucht zu helfen; und zusammen haben wir dann mal irgendwas als plan auf die Beine gestellt. Das kam dann raus:[bild zettel plan]

Mit der Skizze in der Hand sind wir dann los gestiefelt. Am Bahnhof angekommen, ging es dann schon los… Wie liest man einen Plan, der komplett in Kanj, Katakanas und Hiragana geschrieben ist? … Man lernt es! War ändert keine Option für uns, deshalb hab es findige Leute, die das ganze in Englisch organisiert hatten. Leider erschien und das Verkehrsnetz so undurchsichtig, das wir viel Zeit mit suchen verbracht hatten. Letztendlich haben wir es irgendwie geregelt. So haben wir erst die Bahn nach Tokyo City genommen, dann die Tokaido-line nach Odewara (Kagewara) und dann Kozu. Hier sind wir kurz Nahrungsmittel nachtanken gegangen. In einer kleineren Gruppe sind wir zu dritt dann noch kurz auf Achse gegangen. Wir hatten das Meer von Zug aus gesehen und wollten mal eben zum Strand runter. Leider mussten wir kurz vorm Wasser aufgeben. Eine frisch errichtete Flutmauer verspottete den Weg. So sind wir dann einfach wieder zum Zug zurück mit der Gotemba-line in Richtung Gotemba. Hier angekommen kam die nächste Herausforderung auf uns zu. Unser direktes Ziel sollt der Yamagawa See sein. Unser Problem nur war, wir hatten keinen plan, wie wir dort hinkommen sollten weil wir annahmen, dass der See gleich um die Ecke ist, reell aber 10km entfernt lag. Es gab dort eine Bushaltestelle, bei der sich jemand von uns erkundigt hatte, wie wir dort hin kämen. So laufen wir also die Tickets und setzten uns in den Bus.

Während der Fahrt ist uns aber der Verdacht auf gekommen, dass wir möglicherweise falsch unterwegs sein könnten. Also, was machen? Weiter fahren und schauen, Wo man raus kommt.

Unsere Busfahrt ging ungefähr 1,5h bis wir ab der Endstation dann aussteigen mussten. Leider war es nicht das Ziel, was wir ersonnen hatten. Ausserdem war es schon nach 17Uhr. Da kann schmal die Möglichkeit bestehen, nicht mehr genug Zeit zu haben, etwas ab zu schauen ohne dem letzten Bus oder Zug zurück zu erwischen. Als wird uns also bei der Ticket-Info nach den Gegebenheiten erkundigt hatten, haben wir zwei Infos mitbringen. 1. gehen alle paar Minuten Busse und Züge. 2. Wir wären im hin schneller gewesen, wenn wir einen direkten weg gewählt hätten. Aber hinterher ist man immer schlauer!😁

Nun, jetzt wo wir “aktualisiert” sind, hatten wir etwas Zeit und konnten uns ein wenig umschauen. Leider war es wolkig, als wir den Fuji fotografieren wollten. Das ist natürlich etwas enttäuschend. Aber vielleicht ergibt es sich auf einer der nächsten Touren. Nach der vergeblichen Fotosession hatten wir Hunger und Durst bekommen. So machten wir uns auf die Suche. An einem kleinen Imbiss bestellen wir nun Kleinigkeiten wie Fugo, chikin und Gyoza (eine Art japanische Maultasche). Wir setzen uns und hatten es nochmal einige Minuten gemütlich zusammen.

Gestärkt haben wir dann die Rückreise angetreten. …und dass lief ohne Probleme.

😊